Anneliese Pohl Kindertagesstätte

Eingewöhnung

Eingewöhnung

„Ohne Bindung kein Lernen – so einfach lässt sich in einem Satz die große Bedeutung der Beziehung zwischen der Erzieherin und dem lernenden Kind beschreiben.“ (Anette Wasseroth).

Der Eintritt in die Kinderkrippe stellt ein wichtiges Ereignis für die gesamte Familie dar. Eine qualitative Eingewöhnung ist ausschlaggebend für die weitere Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes. Die damit verbundene Trennung wird häufig als schmerzvoll erlebt und gilt immer als Stresssituation Kinder und Eltern. Deshalb ist es wichtig, diese Übergangszeit aufmerksam und behutsam durchzuführen, um eine gelungene Eingewöhnung zu erreichen.

Unsere Eingewöhnung ist angelehnt an das Münchener Eingewöhnungsmodell. In der Regel nimmt sie einen Zeitraum von 4-8 Wochen in Anspruch. Jeder Übergang ist und verläuft individuell. Daher sollten Eltern frühzeitig vor Arbeitseintritt mit der Eingewöhnung beginnen.

Während der Eingewöhnung besucht das Kind mit einer vertrauten familiären Bezugsperson (in der Regel Mutter oder Vater) die Einrichtung und nimmt am Gruppenalltag teil.

Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnung. Durch gezieltes Beobachten werden die pädagogischen Fachkräfte mit den Eltern gemeinsame Absprachen treffen und jeden Tag neu entscheiden, wie der weitere Verlauf aussehen wird.

Sobald das Kind den Alltag und die Ereignisse vorhersehen sowie beeinflussen kann, sei es durch Interaktion mit den Fachkräften oder den Kindern aus der Gruppe, hat es genug Vertrauen und Sicherheit für die erste Trennung erlangt. Die begleitende Bezugsperson bleibt während der ersten Trennungsphasen jederzeit erreichbar in der Einrichtung. Die Trennungszeiten und die Abwesenheit der Bezugsperson werden nach täglicher Rücksprache mit den Eltern schrittweise verlängert. Am Ende des Verlaufs genügt die telefonische Erreichbarkeit, sodass die Bezugsperson bei Bedarf schnell in der Einrichtung erscheinen kann.

Die Eingewöhnungsphase mit Mutter oder Vater ist abgeschlossen, wenn das Kind offensichtlich zur pädagogischen Fachkraft eine Bindungsbeziehung aufgebaut hat und sie als solche akzeptiert; das heißt sich von ihr trösten lässt, wenn es Kummer hat, sich wickeln und füttern lässt, Körperkontakt wünscht und sich an sie wendet, wenn es Geborgenheit und Schutz sucht.

Ziel unserer Eingewöhnung ist es nicht, dass Kinder es immer länger ohne Bezugspersonen in den Gruppen „aushalten“, sondern dass sie ihre Zeit in unserer Einrichtung als Bereicherung für Ihr Leben entdecken.

Ein Tag in der Krippe ist lang und anstrengend für die Kleinen. Erfahrungsgemäß sind sie nach rund sechs Stunden überanstrengt und müde, daher empfehlen wir Kinder unter 18 Monaten bis spätestens 15 Uhr abzuholen.

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